Geschichte

Die Gründung des Franziskanerklosters ist durch eine Urkunde des Rügenfürsten Jaromar II. aus dem Jahre 1254 belegt. „Die Barfüßer“, wie die Franziskaner im Volksmund auch genannt wurden, waren aufgrund ihrer Mittelosigkeit beim Klosterbau und auch bei der späteren Unterhaltung auf Stiftungen angewiesen. Im Gegenzug öffneten die Mönche ihre Türen für alle, betrieben Seelsorge und verschrieben sich der Heilung und Pflege Kranker.

Im 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts zählte St. Johannis zu den schönsten und größten Klöstern im norddeutschen Raum. Die Reformation markierte eine Zäsur in der Geschichte des Klosters. 1525 kam es zur Vertreibung der Franziskaner und zur Übernahme des Johannisklosters durch die Stadt.

In der Folgezeit waren dort unter anderem ein Armenhaus, eine Kinderstube und eine Taubstummenanstalt untergebracht. Im Jahr 1624 zerstörte ein Brand die Klosterkirche und Teile des Klosters. Mitte des 17. Jahrhunderts gelang es, den Kirchenchor wieder aufzubauen und einen Kreuzgang in das zerstörte Kirchenschiff zu integrieren. Durch einen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg wurden diese Bereiche wieder zerstört.

Ab 1963 begannen die umfangreiche Sanierung des Klosters und der Ausbau für die Unterbringung von Beständen des Stadtarchivs.

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