Meldung vom 17.10.2012

5. Information der Öffentlichkeit

Die internen Auswertungen bis dahin, und insbesondere die sich abzeichnenden Ergebnisse des erweiterten Gutachtens, ließen erkennen, dass der Umfang des Schimmelbefalls und die daraus resultierenden Folgekosten in Infrastruktur und Restaurierung der Buchbestände eine Lösung innerhalb der vorhandenen Rahmenbedingungen nicht erwarten ließen.

Aufgrund des Ausmaßes der Problematik und des zu erwartenden Restaurierungsaufwandes war es geboten, die Fraktionsvorsitzenden der Bürgerschaft und die Öffentlichkeit über die Situation zu informieren.

Nach Kenntnisnahme durch die Fraktionen informierte der Oberbürgermeister während einer Pressekonferenz am 17. Oktober 2012 die Medien.
Er teilte mit, dass bei den durch das Zentrum für Bucherhaltung stichprobenartig untersuchten Beständen Schimmelbefall festgestellt worden war. 

Da das Gutachten auf eine nicht auszuschließende gesundheitliche Gefährdung durch den Pilz sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Benutzer des Stadtarchivs hinwies, wurde mit sofortiger Wirkung die vorläufige Schließung des Stadtarchivs für die öffentliche Nutzung angeordnet,

Die Mitarbeiter wurden vom Betriebsarzt untersucht. Zur Überprüfung der Arbeitsbedingungen und zur lokalen Eingrenzung des Befalls wurde ein Raumluftgutachten beim Landesamt für Gesundheit und Soziales in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis noch aussteht.
Die gesamte Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund sagte auf der Sitzung am 18. Oktober dem Oberbürgermeister per Beschluss eine breite Unterstützung bei der Sanierung zu. 

Zudem wurde am 22. Oktober die Entscheidung getroffen, die im Zuge der Sanierungsmaßnahme am Dach des Johannisklosters ausgelagerten Bestände vorerst nicht zurückzuführen.