Meldung vom 02.01.2015

Vor 200 Jahren: Ende der Schwedenzeit in Stralsund

Das historische Datum 2015

In der Geschichte der 780-jährigen Hansestadt Stralsund kann im Jahr 2015 auf eine Vielzahl von Jubiläen zurückgeblickt werden. An dieser Stelle soll auf einige ausgewählte Ereignisse eingegangen werden.

Dazu zählt beispielsweise der 250. Jahrestag der Spielkartenherstellung in Stralsund. "Johann Caspar Kern erhält eine Konzession zum Betreiben einer Spielkartenfabrik...", heißt es dazu in der Stadtchronik.

Nicht weniger bedeutsam ist im Jahr 2015 das 200. Jubiläum des Endes der Schwedenzeit für Stralsund und Neu-Vorpommern. Am 23. Oktober 1815 fand in Folge des Wiener Kongresses im großen Saal des Schwedischen Regierungsgebäudes in Stralsund die formelle Übergabe der schwedischen Gebiete an Preußen statt.

Für die Entwicklung der Stadt ebenso wichtige Jubiläen sind die Inbetriebnahme des Elektrizätswerkes vor 120 Jahren, die erste Fahrt einer Straßenbahn durch die Stadt vor 115 Jahren und die Übergabe des Hauptbahnhofes vor 110 Jahren. Vor 105 Jahren konnte die neue Feuerwache am Fährwall ihren Dienst aufnehmen.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren wurde im April die Gorch Fock l in der Deviner Bucht vor Stralsund versenkt, am 1. Mai die Ziegelgrabenbrücke gesprengt und am selben Tag die Stadt kampflos an die Rote Armee übergeben.

Für die jüngere Geschichte bedeutend sind der 55. Jahrestag des Beginns der Arbeiten zum Aufbau des Stadtteils Knieper Nord und der 35. Jahrestag der Grundsteinlegung für den Stadtteil Grünhufe.

Im Jahr 1990 fanden die konstituierende Tagung des ersten demokratisch gewählten Stadtparlaments sowie die Wahl des Oberbürgermeisters Harald Lastovka statt und Stralsund und Kiel organisierten ihr erstes Städtepartnertreffen. Seit nunmehr 25 Jahren trägt Stralsund auch wieder offiziell den Zunamen "Hansestadt".

Das wohl jüngste Jubiläum in der Stadtgeschichte ist die Geburt des ersten Retortenbabys vor 20 Jahren im Hanseklinikum.