Meldung vom 16.02.2015

Ausstellungsdoppel zum Jahresauftakt

Moderne Kunst präsentiert das Stralsunder Kulturhistorische Museum in seiner ersten Sonderausstellung des neuen Jahres.

Vom 21. Februar an treten hier Werke der in Böhmen geborenen Miro Zahra und dem aus dem Ostfriesischen stammenden Bernard Misgajski in einen spannungsvollen Dialog. Beide Künstler lernten sich vor mehreren Jahren, nach einem gemeinsamen Arbeitsaufenthalt in Kyoto, auf Einladung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, kennen.
Im Zentrum des Schaffens, der seit 1985 in Plüschow/ Mecklenburg lebenden Künstlerin, steht die Interaktion von Farbe, Form und Struktur. Dieses altbekannte Thema der Moderne, haben viele Gegenwartskünstler für sich wiederentdeckt und interpretieren es neu.

Für Maler ist das Abstrakte oftmals eine bewährte Form, Komplexität und Unübersichtlichkeit sozialer und gesellschaftlicher Prozesse im Hier und Heute widerzuspiegeln. Dabei verleiten die „gewebeartigen Arbeiten“ Miro Zahras zu einer Reise in „unauslotbare Bildträume“.
Im Gegensatz dazu steht die Objektkunst von Bernard Misgajski. Der Metallplastiker hat sein Domizil im Putbuser Ortsteil Wreechen auf Rügen gefunden hat. Hier, wo einst eine alte Wassermühle stand, schafft er seine Skulpturen, Metallbilder und Emaillen. Dabei nimmt in Misgajskis Arbeit die Werkgruppe der Gefäße einen besonderen Raum ein. Die aus Stahl gefertigten Unikate, die strenge geometrische Formen verkörpern, will der gebürtige Emdener nicht als Gebrauchsgegenstand sondern als skulpturales Kunstwerk verstanden wissen.

Eröffnet wird die Sonderausstellung, in Anwesenheit der Künstler, am 20. Februar, um 18 Uhr im Katharinenkloster.