Meldung vom 30.03.2015

Sonderausstellung in Stralsund: Eine Seefahrt, die ist lustig?

Leben und Arbeit der Dorfschiffer im 19. Jahrhundert und moderne Marinemalerei

"Eine Seefahrt, die ist lustig?": So heißt die derzeit laufende Sonderausstellung im Stralsunder Kulturhistorischen Museum. 

Hauptthema ist die Darstellung des Lebens und der Arbeit einheimischer Seeleute, ausgehend von der Blütezeit der sogenannten "Dorfschifffahrt" im südlichen Ostseeraum.
Was zunächst mit einmastigen Seglern und wenig Besatzung, die Lebensmittel und Heizmaterial in die nächsten Städte transportierten, begann, weitete sich im Verlaufe des 19. Jahrhunderts aus. Mit Hilfe der Partenreedereien (von englisch: part - also Teilhaberreedereien) wurden größere Schiffe gebaut, längere Fahrten ganzjährig unternommen, vielfältige Waren transportiert. Diese Entwicklung ging einher mit dem allgemeinen Aufschwung im Seehandel der großen Städte in der Region, gefördert durch die weltweite seekriegsbedingte Schifffahrtskonjunktur und die Aufhebung von Handelsmonopolen und den Abschluss von Neutralitätsverträgen verschiedener Länder.

Die Ausstellung zeigt anhand der umfangreichen Volkskunde – Sammlung unseres Museums und mit Hilfe vieler Leihgaben das Leben und die Arbeit auf See von Matrosen und Kapitänen. Besichtigt werden können die originale Darßer Stube einer Seefahrerfamilie, Kapitänsbilder, Halbmodelle und Buddelschiffe sowie Seemannsmitbringsel. Weitere Abschnitte widmen sich den Themen Handwerk an Bord, Seemannstod und Seemannstätowierungen.
Ergänzt wird die Ausstellung durch moderne Marinemalerei von Frank Möller (Stralsund), Mario Hennings (Greifswald) und Manfred Budny (Graal-Müritz).

Bis zum 18. Oktober 2015 ist die maritime Sonderschau im Kulturhistorischen Museum der Hansestadt Stralsund zu sehen (Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Montag ist Schließtag!).