Meldung vom 05.04.2015

Wikingergold bald ständig im Original zu bewundern

Museumsschätze im Singletreff Kultur vorgestellt

Archäologin Claudia Hoffmann nutzt den nächsten Singletreff Kultur am 18. April, um den Hiddenseer Goldschmuck aus verschiedenen Blickwinkeln vorzustellen. Treffpunkt ist an der Museumskasse im Katharinenkloster. Los geht es um 16 Uhr.

Das Kulturhistorische Museum Stralsund verbirgt hinter den Klostermauern seines Stammhauses gleich zwei Wikingerschätze von einmaligem kulturhistorischem Wert.
Der Goldschmuck von Hiddensee aus dem 10. Jahrhundert und die Armringe von Peenemünde aus dem frühen 11. Jahrhundert sind die wertvollsten Stücke der traditionsreichen Sammlung des ältesten Museums von Mecklenburg-Vorpommern.

Der sechszehnteilige Wikingerschmuck von Hiddensee wurde nach zwei großen Sturmfluten in der Nähe von Neuendorf gefunden. Stück für Stück gelangten die einzelnen Schmuckteile zwischen 1873 und 1874, dank des ersten Museumsdirektors Dr. Rudolf Baier, in die Obhut der damals noch jungen Stralsunder Einrichtung. Hier wurden sie gemeinsam mit den 1910 in einem Waldstück bei Peenemünde entdeckten acht goldenen Armringen über Jahrzehnte gut verwahrt und nur zu besonderen Anlässen oder Sonderausstellungen aus dem Tresor geholt.
2013 und 2014 machten die Preziosen anlässlich der Sonderschau „Die Wikinger“ Furore und waren in Kopenhagen, London und Berlin Glanzstücke dieser Ausstellung.
Seit einigen Wochen sind die beiden Goldschätze zurück in Stralsund.

Das Kulturhistorische Museum bereitet seit Monaten alles für eine neue Dauerausstellung vor, um das Wikingergold zukünftig ständig im Original zu zeigen. Auf Initiative der Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund konnte dafür bereits ein Raum im westlichen Klausurbereich des Katharinenklosters entsprechend restauriert und saniert werden.
Gemeinsam mit dem Berliner Architekturbüro neo.studio erarbeiten die Stralsunder Museumsfachleute derzeit die zukünftige Präsentation. Besucher dürfen also gespannt sein auf die Veränderungen, die nur der Anfang einer umfassenden Neugestaltung des gesamten Hauses sind.