Meldung vom 26.08.2015

Lesung mit jüngstem Überlebenden der „Gustloff-Katastrophe“

Peter Weise war bereits im Mai dieses Jahres dabei, als der Förderverein des Marinemuseums seine Sonderausstellung zum Untergang des Schiffes "Wilhelm Gustloff" eröffnete.

Im Fokus steht hier bis zum 31. Oktober die größte Schiffskatastrophe in der Geschichte der Seefahrt.
Weise verbindet sein ganz persönliches Schicksal mit jenem 30. Januar 1945. Er hat überlebt, vermutlich gerade mal ein Jahr alt. Einen Tag nach dem furchtbaren Ereignis barg man ihn aus einem Rettungsboot. Seit dem feiert er seinen Geburtstag am 31. Januar.

Kindheit und Jugend verbrachte Peter Weise in Rostock bei seinem damaligen Retter, der ihn später adoptierte.
Nach einer Ausbildung bei der Handelsmarine der DDR war er fast ein Jahrzehnt als Kapitän auf großer Fahrt auf den Weltmeeren unterwegs. Unfreiwilligen schied er, noch nicht mal 40-jährig, aus diesem Traumberuf aus, setzte sich daraufhin noch mal auf die „Schulbank“ und schloss 1990 ein Studium der Seeverkehrswirtschaft mit Diplom ab.
Peter Weise wurde noch im selben Jahr durch die Deutsche See-Reederei (DSR) rehabilitiert und arbeitete bis zum Ende seines aktiven Berufslebens in mehreren wichtigen Positionen der maritimen Wirtschaft.
Seit Jahren widmet er sich dem Schreiben von autobiografischen Erzählungen und Kurzgeschichten.

Am 10. September ist der jüngste Überlebende der „Gustloff“, auf Einladung des Fördervereins, im Marinemuseum mit einer Lesung zu Gast.
Beginn ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.