Meldung vom 16.09.2015

Katharinenkloster: Sanierte Räume vorgestellt

Im so genannten westlichen Klausurbereich des Katharinenklosters sind erste Räume aufwändig saniert worden. Ziel ist es, dort noch vor Weihnachten das Wikingergold dauerhaft im Original und völlig neu präsentieren zu können.

Das Katharinenkloster wird vom Deutschen Meeresmuseum und dem Kulturhistorischen Museum der Hansestadt Stralsund genutzt.

Die denkmalgeschützte Klosteranlage wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts im Südwesten der Stralsunder Altstadtinsel errichtet. Der westliche Klosterhof entstand in der Erweiterungsphase des Klosters um Mitte des 14. Jahrhunderts und wird heute von zweigeschossigen Gebäuden umschlossen. Die westlichen Räume wurden ursprünglich als Ordensschule genutzt. Im Laufe zahlreicher Umbaumaßnahmen erfuhr der westliche Klausurbereich einige Umbauten, wie die Einwölbung der Räume, die Durchfensterung oder die Errichtung der Strebepfeiler. Ab 1560 diente ein Teil der Klausurgebäude, die Ordensschule, der Westflügel und der Zwischenbau als städtisches Gymnasium. Durchgreifende Umbauarbeiten wurden durch den Stadtbaumeister Ernst von Haselberg nach 1868 veranlasst. Im Jahr 1924 zog das „Stralsundische Museum für Neuvorpommern und Rügen“ in die Klosteranlage ein. Ab 1950 nutzte auch das Meeresmuseum einzelne Klosterräume für die Ausstellung.  

Das Dach des Katharinenklosters sowie der Eingangsbereich des Kulturhistorischen Museums wurden bereits 2009 bis 2013 aus Mitteln des Investitionsprogramms Nationale UNESCO-Welterbestätten saniert. 

NEUKONZEPTION

Die Hansestadt Stralsund sieht die abschnittsweise Sanierung des ältesten Museums Mecklenburg-Vorpommerns im Rahmen eines Gesamtkonzepts vor. Grundlage hierfür ist die systematische Erarbeitung eines zeitgemäßen Ausstellungskonzeptes. Erste Priorität bzw. Highlight ist die Gestaltung einer Ausstellung für den „Wikinger Goldschatz“, der erstmalig dauerhaft im Original präsentiert werden soll. Diese Ausstellung wird mit Hilfe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung sowie der Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft unterstützt. Die Eröffnung ist noch in diesem Jahr geplant. 

Gegenstand des bereits abgeschlossenen Sanierungsabschnitts waren Räume im Erdgeschoss des Kulturhistorischen Museums, im sogenannten westlichen Klausurbereich.

WIKINGERGOLD

Drei Ausstellungsräume sowie zwei Flure wurden im Erdgeschoss des westlichen Klausurbereichs saniert. In einem Raum ist die Präsentation des wertvollen Goldschmucks der Wikinger von den Fundorten Insel Hiddensee und Peenemünde geplant.