Meldung vom 19.10.2015

Sonderausstellung "Bertram von Schmiterlöw – Ein Leben voller Bilder"

Solange ich male, bin ich!

Man vermag es kaum zu glauben, seit seiner letzten großen Personalausstellung zum runden Geburtstagim STRALSUND MUSEUM sind schon wieder zehn Jahre vergangen. Seine neue Bilderschau, die im Katharinenkloster vom 8. November 2015 bis zum 7. Februar 2016 zum Besuch einlädt, ist demnach wieder einem Jubiläum gewidmet.

Bertram von Schmiterlöw feiert im selben Monat seinen 90. Geburtstag. Für den gebürtigen Franzburger bedeuten diese 90 Jahre im wahrsten Sinne des Wortes ein Leben voller Bilder.

Früh sich seines Talentes bewusst werdend, suchte er bereits in jungen Jahren die Nähe Stralsunder Künstler, um zu lernen. Zu seinen Vorbildern gehörten Hedwig Freese, Erich Kliefert und dessen Frau Mathilde Kliefert-Gießen. Sein wichtigster Lehrer blieb Heinrich Lietz.

Die begonnene Dachdeckerlehre entsprach dabei so gar nicht seiner Lebensplanung. Als sich nach dem Krieg die Möglichkeit bot im Stralsunder Museum zu arbeiten, war das schon viel eher nach seinem Geschmack. Gut 40 Jahre sollten es für Bertram von Schmiterlöw hier werden. Nach wie vor ist er vielen Mitarbeitern vertraut, sie sprechen voll Hochachtung von ihm. Schließlich gehört er noch immer ein bisschen dazu. Dabei war sein Arbeitsort zugleich auch stets eine Quelle der Inspiration – unzählige Porträts von KollegInnen sind hier entstanden. So manches hatte er vorher mit schnellem Strich skizziert, um es später in Farbe umzusetzen.

Doch nicht nur der Mensch prägt sein Schaffen. Immer wieder ist es die Landschaft seiner Heimat, die ihn zum Stift, zum Pinsel greifen lässt. Daneben gibt es wunderschöne Stillleben, vor allem von Blumen.

Sein Oeuvre ist so facettenreich und farbig, wie seine gelebten neun Jahrzehnte. Noch bis vor zwei Jahren war er in Stralsund unterwegs und man konnte ihn im kleinen Cafè nebenan treffen. Aber das Alter forderte auch von ihm seinen Tribut. Inzwischen lebt Bertram von Schmiterlöw wieder in Franzburg. Im „Betreuten Wohnen“ hat er sein neues Zuhause gefunden. Doch wie eh und je hält er seine Malutensilien mit sicherer Hand und neue Arbeiten entstehen, getreu dem Motto: Solange ich male, bin ich.