Meldung vom 09.11.2015

Start Haus- und Straßensammlung zum Volkstrauertag 2015 in Stralsund

Alljährlich im vierten Quartal findet landesweit die traditionelle Haus- und Straßensammlung des Volksbundes statt, bei der freiwillige Sammlerinnen und Sammler, Junge und Alte, Schüler/innen, Soldaten; Reservisten und Zivildienstleistende um eine Spende für die Friedens- und Versöhnungsarbeit des Volksbundes bitten. Regelmäßig unterstützen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie ein gemeinsamer Aufruf der Landesregierung und des Landesverbandes diese Sammlungen.

Am 9. November trafen sich zum Auftakt der Straßensammlung in Stralsund auf dem Alten Markt der Altstadt: v.l.n.r. Manfred Gehrt, 2. Stellvertreter des Landrates des Landkreises Vorpommern-Rügen, Arne Stahl und Isabelle Grabow vom HANSA-Gymnasium, Kapitän Michael Möding, Kommandeur Marinetechnikschule Parow, Militärpfarrer Karsten Sübergrüb, Marinetechnikschule Parow sowie Dieter Hartlieb, Senator und 1. Stellvertreter des Oberbürgermeister. Er brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass gerade in der gegenwärtigen Zeit die Bereitschaft zu spenden ungebrochen bleiben möge. Manfred Gerth wiederum ist sich sicher, dass die gemeinsame Pflege von Kriegsgräbern durch junge Menschen dazu beiträgt, Verständnis füreinander aufzubauen und somit zur Völkerverständigung beiträgt.

Im Zusammenhang mit dem Volkstrauertag sind die Spenden in diesem Jahr der deutschen Kriegsgräberstätte im polnischen Stare Czarnowo/Neumark gewidmet. Sie sich befindet ca. 30 km südöstlich von Stettin. Die Kriegsgräberstätte ist ein Sammelfriedhof für Opfer des Zweiten Weltkrieges, den der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Jahr 2000 angelegt hat. Zurzeit sind über 20.000 deutsche Kriegstote, überwiegend Soldaten, eingebettet. Der Friedhof ist für die Aufnahme von bis zu 32.500 Kriegstoten ausgelegt.
Im Jahr 2006 übernahm der Volksbund-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern die Patenschaft über diese Kriegsgräberstätte. Am 16. Oktober wurden weitere 1.300 Kriegstote in einer feierlichen Zeremonie beigesetzt.
Ein Teil der eingesammelten Gelder wird außerdem für die Jugendbegegnungsstätte auf dem Golm auf der Insel Usedom verwendet.