Meldung vom 29.12.2015

Änderung des Wohngeldgesetzes

Haushalte mit geringem Einkommen ab 1. Januar mit mehr Wohngeld

Oberbürgermeister Dr.-Ing. Alexander Badrow

Ab 1. Januar 2016 tritt das Gesetz zur Reform des Wohngeldrechts mit wesentlichen Leistungsverbesserungen in Kraft. Mit der Wohngeldreform 2016 wird das Wohngeld an die Entwicklung der Einkommen und der Warmmieten angepasst. Insgesamt soll es damit steigen. Zuletzt wurde das Wohngeld im Jahr 2009 erhöht.

Durch das neue Wohngeldrecht werden

  • die sogenannten Tabellenwerte um durchschnittlich 39 % angepasst, damit der Anstieg der Bruttokaltmieten und des Einkommens berücksichtigt werden und
  • die Miethöchstbeträge angehoben, welche den Betrag bestimmen, bis zu dem die Miete durch das Wohngeld bezuschusst wird.

Von der Wohngeldreform werden bundesweit rund 870.000 Haushalte profitieren, darunter rund 90.000 Haushalte, die bisher auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen waren. Mit Inkrafttreten der Wohngeldnovelle können aber auch Haushalte Wohngeld beziehen, die bislang keinen Anspruch auf diese Leistung hatten. Die Leistungsverbesserungen werden gerade Familien und Rentnern mit geringem Einkommen zugutekommen.
Haushalte, die bereits Wohngeld erhalten und deren Bewilligung bis in das Jahr 2016 andauert, brauchen keinen gesonderten Antrag zu stellen. Sie erhalten im Januar 2016 automatisch einen neuen Wohngeldbescheid und profitieren bereits ab Jahresbeginn von den erhöhten Leistungen.

Sie haben Fragen zum neuen Wohngeldgesetz? Dann melden Sie sich gern zu den Sprechzeiten (dienstags 8 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr sowie donnerstags 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr) in der Wohngeldstelle der Hansestadt Stralsund, Wiesenstraße 9, 18437 Stralsund.