Meldung vom 20.01.2016

Der Stralsunder Zoo: 999 Tiere gezählt

Die letzten Tage im Dezember des alten Jahres und die ersten Tage des neuen Jahres werden in den Zoos traditionell zur Inventur des Tierbestandes und zur Auswertung der Besucherzahlen genutzt. "Für den Zoo Stralsund war 2015 ein äußerst erfolgreiches Jahr.", eröffnet Zoodirektor Dr. Christoph Langner die Statistik.

Im Bestand: Fast 1.000 Tiere
Mit dem 30. Dezember 2015 wurden im Zoo 999 Tiere in 150 Arten und 67 Haustierrassen gezählt. Damit liegt der Tierbestand im Durchschnitt der letzten Jahre. Der Gesamtbestand gliedert sich in 494 Vögel, 349 Säugetiere, 36 Amphibien und Reptilien, 61 Fische und 59 Wirbellose auf, wobei einige Arten wie die Insekten oder die Futtertierzuchten lediglich mit einem fiktiven Inventurbestand in die Statistik einfließen.

Natürlich waren auch Verluste zu verzeichnen, so verendete ein Schimpansenweibchen im Alter von 33 Jahren. Das Tier litt seit mehreren Jahren unter einer schweren asthmatischen Erkrankung. Mehrere Verluste waren unter dem Wassergeflügel zu verzeichnen. Obwohl die Anlage mit Weidezauntechnik gesichert ist, schafften es doch immer wieder einige Raubtiere, auf die Zooteiche zu gelangen und verschiedene Enten- und Gänsevögel zu reißen.

Kommen und gehen
Einige Tiere wurden von anderen Zoos übernommen. So kamen ein junges Trampeltier aus dem Zoo Saarbrücken, ein Marabu und ein Wiedehopf aus dem Zoo Prag und ein weiterer Wiedehopf aus dem Zoo Innsbruck. Im Gegenzug wurden vier junge Singschwäne an den Tierpark der Nachbarstadt Greifswald abgegeben, drei Truthahngeier an einen Erlebniszoo bei Stuttgart, ein Steinadler an einen privaten Falkner, ein Rothirsch wurde mit dem Naturerlebnispark Mühlenhagen getauscht und zwei Bisons sowie zahlreiche Haustiere wurden an private Halter verkauft.

Besucherzahlen - neue Zählweise
Eine erfreuliche Entwicklung war bei den Besucherzahlen zu verzeichnen. Mit 135.048 Besuchern - nach bisheriger Zählweise - konnte das sehr gute Ergebnis des Jahres 2014 noch einmal deutlich übertroffen werden. Insbesondere die Zahl der verkauften Jahreskarten erhöhte sich von 1.733 im Jahr 2014 auf 2.704 im Jahr 2015.

Die Zählweise wird sich jedoch auf Grund einer neuer Vorgabe durch den deutschlandweit agierenden „Verband der Zoologischen Gärten e.V.“ verändern. Nach dem bisherigen Berechnungsschlüssel wurden die Jahreskarten bundesweit mit dem Faktor 20 multipliziert. Die ermittelte Zahl floss dann für jeden Zoo und Tierpark in die Gesamtbesucherzahl mit ein. Diese Praxis wird ab 2016 geändert. Um eine objektivere Darstellung der Besucherzahlen zu gewährleisten, werden jetzt die tatsächlichen Besuche der Jahreskarteninhaber gezählt. "Auf das Jahr 2015 hochgerechnet wären wir damit auf etwa 101.000 Besucher gekommen." rechnet Dr. Langner rückblickend heraus.

Nachwuchs bei vom Aussterben bedrohter Rasse
Zurück zu den Tieren. Im Bestand war mit der Geburt und der erfolgreichen Aufzucht eines chinesischen Leoparden ein interessanter Zuchterfolg zu verzeichnen. Weiteren Nachwuchs gab es beispielsweise bei den Steinadlern, den Singschwänen, den Truthahngeiern, bei den Weißen Eseln oder auch bei den Bisons.

In den letzten Tagen des vergangenen Jahres wurde ein kaukasisches Zwergzebu geboren. Diese Rasse wird in einem kleinen Restbestand nur noch im Zoo Stralsund und im Tierpark Berlin gehalten und ist stark vom Aussterben bedroht.