Meldung vom 28.01.2016

Kein Produktionsstandort für Stahlseile in Stralsund

Pressemitteilung des Unternehmens TEUFELBERGER

Die Errichtung eines Standortes in Stralsund muss aufgrund der beinahe zum Erliegen gekommenen Investitionen in der Ölförderungsbranche nun endgültig abgesagt werden.

Als im November 2014 bei TEUFELBERGER die Entscheidung für die Errichtung einer weiteren Produktion getroffen wurde, lag der Ölpreis bei 85 USD/barrel. Intensive Investitionstätigkeiten in der Offshore-Ölförderung, wo die Stahlseile mit besonders großen Durchmessern zum Einsatz kommen sollten, waren zu erwarten, es konnte mit großer Nachfrage gerechnet werden. Der ideale Standort hatte sich in Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern gefunden, alle Weichen wurden gemeinsam mit der Stadt gestellt.

Mittlerweile liegt der Ölpreis im Vergleich bei einem Drittel, was die Investitionstätigkeit bei der Offshore-Ölsuche und -Ölförderung praktisch zum Erliegen gebracht hat. Es ist nun auch klar, dass das kein vorübergehendes Tief ist, sondern dass auch längerfristig keine Stabilisierung auf ansprechendem Niveau zu erwarten ist. Dieser Entwicklung muss auch TEUFELBERGER Rechnung tragen. Ein Festhalten am Ausbauprojekt in Stralsund ist für ein nachhaltig und verantwortlich handelndes Familienunternehmen nicht vertretbar.

Die Entscheidung hat sich Florian Teufelberger, Vorstand der TEUFELBERGER Holding, nicht leicht gemacht: „Wir haben viel Herzblut und Ressourcen in dieses Projekt gesteckt, aber bei den derzeitigen Prognosen für die zu erwartenden Investitionstätigkeiten wäre es grob fahrlässig, an der Errichtung des Standortes in Stralsund festzuhalten“.
Florian TEUFELBERGER will nicht ausschließen, dass dieses Projekt in einigen Jahren neu bewertet werden könnte.

28.01.2016