Meldung vom 10.05.2016

Biographien von Stralsunder Ratsherren und Bürgermeistern online

Als eine der wichtigsten und am häufigsten benutzten Quellenbestände bewahrt das Stadtarchiv Stralsund die Sammlungen und wissenschaftlichen Ausarbeitungen des Stralsunder Bürgermeisters Johann Albert Dinnies (1727-1801) auf.

Dazu zählen zahlreiche Handschriftenbände, zumeist mit Abschriften von mittelalterlichen Urkunden und vielen anderen Dokumenten, z. B. Ordnungen der Stralsunder Handwerkerämter.
Seine wichtigste Arbeit sind die mehrbändigen „Nachrichten, die Rathspersonen der Stadt Stralsund betreffen“.

Sie gliedern sich in drei Abteilungen:

  1. Zwei Bände mit Kurzbiographien von 770 Bürgermeistern und Ratsherren aus dem Zeitraum 1256 bis 1780,
  2. Drei Bände mit Stammtafeln der Familien, die in Stralsund Ratsherren und Bürgermeister gestellt haben und 
  3. 3. Drei Bände mit Abschriften von 303 Urkunden und anderen schriftlichen Quellen zur Geschichte der Bürgermeister, Ratsherren und ihrer Familien.

In den vergangenen Jahren sind bereits die unter 2. und 3. genannten Bände in der seit 2010 als Gemeinschaftsprojekt von Universitätsbibliothek Greifswald und des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern des Verbandes der deutschen Archivarinnen und Archivare e. V. bestehenden Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern eingestellt und damit digitalisiert der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Komplettiert wurde dieses Angebot nun durch die Freischaltung der ebenfalls digitalisierten beiden Bände mit den Biographien. Möglich wurde dies durch die lobenswerte Arbeit zweier studentischer Praktikanten im Sommer 2014 und im Frühjahr 2016, "denen hiermit nochmals ausdrücklich gedankt sei.", hebt der Leiter des Stralsunder Stadtarchives, Dr. Dirk Schleinert, hervor.

Wer die Originale jemals in die Hand nimmt, sieht sofort, dass das vorher bereits viele andere getan haben. Deshalb ist die Bereitstellung der online recherchierbaren Dokumente auch eine Maßnahme zum Schutz der wertvollen Handschriften.

Die Datenbank kann von allen genutzt werden, die Interesse daran haben. Wie bei allen archivalischen Originaldokumenten ist aber ein Mindestmaß an Lesefähigkeit alter Handschriften, insbesondere in der heute nicht mehr gebräuchlichen deutschen Schrift des 18. Jahrhunderts, notwendig.

Der Weg dorthin: Geben Sie diese Internetadresse ein: ub-goobi-pr2.ub.uni-greifswald.de/viewer/ und dort in der Suchmaske "Dinnies" und sofort werden Sie zu den beiden Bänden geleitet.