Meldung vom 27.07.2016

Die Puppe mit den Glasaugen

Sonderausstellung "Alles spielt!" im STRALSUND MUSEUM

"Alles spielt!". So heißt die aktuelle große Sonderausstellung für die ganze Familie im STRALSUND MUSEUM. Mehr als 450 Exponate lassen nicht nur Kindheitserinnerungen wach werden, sondern laden zum Spielen ein.
An dieser Stelle werden in den kommenden Wochen ausgewählte Exponate vorgestellt. 

Die Puppe mit den Glasaugen
Das Puppengeschäft blühte seit ca. 1830 auf. Das Spiel mit Puppen stand bei der Erziehung der Mädchen bis in das 20. Jahrhundert für Mütterlichkeit. Viele Porzellanhersteller produzierten nun Puppenköpfe.
Weißes, glasiertes (China head) und Biskuit-Porzellan lösten Holz, Wachs und Papiermaché ab, das noch für die Gliedmaßen der Puppen Verwendung fand. 
Puppenkörper bestanden aus Leder oder Composition, einer Mischmasse aus Faserbrei und Leim. Gliederpuppen besaßen Kugelgelenke aus Holz.  
Die Hersteller versahen ihre Produkte mit Marken, eingraviert auf Hinterkopf oder Nacken der Puppe. 
Moderne Kunststoffe (PVC) ersetzten seit den 1960er Jahren zerbrechliche Materialien wie Zelluloid. 

Zu sehen ist diese Puppe neben vielen weiteren Exponaten in der Ausstellung "Alles spielt!" im STRALSUND MUSEUM im Katharinenkloster in der Mönchstraße täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr. Bis 30. Oktober.