Meldung vom 25.08.2016

Mit Volldampf durch die Sonderausstellung "Alles spielt!"

In der Sonderausstellung "Alles spielt!" im STRALSUND MUSEUM (täglich 10 bis 17 Uhr, außer montags) kann man sich durchaus fragen "Watt is 'ne Dampfmaschin'?"

Denn mehrere Exponate sind Dampfmaschinen - wenn auch in Miniaturausgabe.
Ein klassisches Lernspielzeug ist die Dampfmaschine. Kinder können sie gut beobachten und verstehen. Ab 1860 stellten deutsche Erzeuger Dampfspielzeug her. Bis dahin waren geeignete Drehbänke zur rationellen Herstellung feinmechanischer Teile der Spielwarenproduktion nicht vorhanden. Die doppelt wirkende, rotierende Balancier-Dampfmaschine, 1784 in England von James Watt erfunden, wurde ideelles Vorbild für die Spielzeugdampfmaschine.

Die erste Seriendampfmaschine für Kinder war ein Dreibeiner. Dabei erfolgte der Antrieb des Schwungrades durch Schwingzylinder, der Erfinder war William Murdock 1785). Dieses System war im Gegensatz zum feststehenden doppelt wirkenden Zylinder von Watt einfacher und sicherer.

Eine Legende zu James Watt
Folgende Legende wird aus seiner Kindheit berichtet: James war ein kränkliches Kind, das oft geschont werden musste und dem man seine Spielereien nachsah. Er konnte nichts auswendig lernen, hinterfragte aber alles und beobachtete viel. Eines Tages, als er etwa zwölf Jahre alt war, schimpfte ihn seine Tante aus, weil er den ganzen Tag den Deckel der Teekanne auf- und wieder zu machte und dabei Tassen und Löffel an den Dampf hielt. Sie wusste nicht, dass er beobachtete, wie aus den Dämpfen des Wassers wieder Wasser entstand. 36 Jahre später erfand er die Dampfmaschine.