Meldung vom 26.08.2016

Stralsund ist "Staatlich anerkannter Erholungsort"

Mit der heutigen Übergabe des Zertifikates durch die Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern Birgit Hesse ist es amtlich. Die Hansestadt Stralsund darf seit dem 1. August 2016 den Titel "Staatlich anerkannter Erholungsort" tragen.

"Stralsund bietet alles für einen erholsamen Urlaub: gesunde Luft, eine einzigartige Lage am Wasser und eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Voraussetzungen dafür zu erhalten und weiter in das touristische Angebot zu investieren, wird in Zukunft unsere Aufgabe sein", blickt Oberbürgermeister Dr.-Ing. Alexander Badrow voraus. Dazu zählen unter anderem die Umsetzung der im Verkehrskonzept vorgesehenen verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Innenstadt, der weitere Ausbau des Radwegenetzes und die Schaffung neuer gesundheitstouristischer Angebote.

Nach dem Kurortgesetz erfüllen die Bereiche Altstadt – Altstadt, Hafeninsel, Bastionengürtel; Knieper – Kniepervorstadt, Knieper Nord (ohne Knieper West); Tribseer – Tribseer Vorstadt, Tribseer Siedlung, Tribseer Wiesen, Schrammsche Mühle; Franken – Frankenvorstadt, Dänholm, Frankensiedlung (ohne Franken Mitte), Süd – Andershof, Devin, Voigdehagen; Lüssower Berg – Am Lüssower Berg (ohne Umspannwerk) und Grünhufe – Stadtkoppel, Freienlande (ohne Vogelsang und Grünthal-Viermorgen) die Voraussetzungen.

Wie geht es nach der Verleihung des Titels konkret weiter?
Im nächsten Schritt erstellt die Verwaltung eine Kalkulation als Grundlage für die Gebührensatzung für eine touristische Abgabe. Diese Satzung, die Art und Umfang der Abgabe definiert, wird in den Ausschüssen diskutiert und der Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund zur Beschlussfassung vorgelegt. Ist die Satzung beschlossen und rechtskräftig, muss die Umsetzung des Satzungsbeschlusses erfolgen. Die Einnahmen aus der Abgabe fließen dann in den Erhalt und Ausbau der touristischen Infrastruktur.

Chronologie der Antragstellung:

  • März 2013 Beschluss der Bürgerschaft: „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Hansestadt Stralsund gemäß dem „Gesetz über die Anerkennung als Kur- und Erholungsort in Mecklenburg-Vorpommern (Kurortgesetz)“ die Anerkennung als staatlich anerkannter Erholungsort erhalten kann.“
  • Erarbeitung des Antrags unter Einbeziehung einer Vielzahl von Ämtern der Stadtverwaltung, Einholung einer Stellungnahme des Gesundheitsamtes sowie Beauftragung zur Erstellung von Klimabeurteilung und Gutachten über örtliche Immissionsbelastung.
  • Oktober 2014 Ortstermin mit Steuerungsgruppe: Ermutigung zur Antragstellung
  • März 2015 Abgabe des Antrages beim Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern
  • August 2015 Einreichung der Klimabeurteilung des Deutschen Wetterdienstes
  • Oktober 2015 Ortsbegehung mit dem Beirat für Kur- und Erholungsorte: Abwägung der Für und Wider
  • Mai 2016 Stellungnahme der Hansestadt zur Entwicklung der Übernachtungszahlen und zum Anerkennungsgebiet
  • 27. Juli 2016 Erteilung der Anerkennung für sechs Stadtgebiete