Meldung vom 07.11.2016

Berliner Maler stellen im STRALSUND MUSEUM aus

Malverwandtschaft - Wahlverwandtschaft  

Das ist ein in sich gegensätzlicher Begriff, der Unmögliches verspricht. Die Wahl der Verwandtschaft. Frei gewählt und freiwillig verpflichtet. Zur Familie gehörend, befreundet, dazugehörig.

Die Verbundenheit der Berliner Maler Claudia Hauptmann, Susanne Maurer, Kathrin Rank, Mirko Schallenberg, Stefan Schwarzmüllerund Marc Taschowsky besteht nicht nur in räumlicher und menschlicher Nähe. Alle sechs Maler arbeiten in benachbarten Ateliers und sind trotz oder auch gerade wegen unterschiedlicher Auffassungen von Malerei befreundet.
Ihre Malverwandtschaft ist die Geschichte der Malerei.

Diese zeichnet sich vor allem durch beziehungsreiche, malerische Brückenschläge aus. Von der gemalten menschlichen Figur über das Landschaftsbild bis zum Stillleben ist im STRALSUND MUSEUM alles zu sehen. Jeder Einzelne der Berliner Maler verfolgt eine eigene Bildsprache, was eine heterogene Ausstellung verspricht. Das untereinander Verbindende sind die Malverwandtschaften, die jeder Einzelne zu seiner eigenen geistigen Verwandtschaft pflegt.  

Dies schafft spannende Bezüge zu dem Stilllebenmaler Stosskopf bei Mirko Schallenberg. Das Feld der Pop Art ist für Marc Taschowsky die gesuchte Malverwandtschaft. Kathrin Ranks Landschaften modernisieren die romantische Malerei, Stefan Schwarzmüller und Susanne Maurer rekonstruieren das Landschaftsbild im Geiste der abstrakten Malerei und Claudia Hauptmann knüpft an die Erzähltradition der Realisten bzw. Surrealisten an.  

Die Ausstellung der „Malverwandtschaften“ lädt so ihre Besucher für die nächsten fünfeinhalb Monate ein, diese und weitere Wahlverwandtschaften der sechs Berliner Maler offenzulegen und damit die hier im STRALSUND MUSEUM gezeigte zeitgenössische Malerei in ihre jeweiligen Verwandtschaftsverhältnisse zu verorten. Die individuellen, kunstgeschichtlichen Aneignungen dieser Maler nehmen untereinander Bezüge auf. Man stelle sich eine Familienfeier ferner und naher Verwandtschaft vor. 

Ausstellungseröffnung ist am 18. November um 18 Uhr im Katharinenkloster.