Meldung vom 08.05.2017

Weitere Fahrradschutzstreifen im Stadtgebiet Stralsund

Auf drei Straßen werden dafür Markierungen aufgebracht.

Im März diesen Jahres beschloss die Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund das Klimaschutz-Teilkonzept „Klimafreundliche Mobilität - Stralsund steigt um“. Zu den hier aufgeführten Maßnahmen zählt die Verbesserung des Radwegnetzes im Stadtgebiet. 

Als erste Maßnahmen für dieses Jahr wurden im Ausschuss für Bau, Umwelt und Stadtentwicklung die Markierungen von Schutzstreifen für Fahrradfahrer in der Karl-Marx-Straße, der Feldstraße und im Knieperwall vorgestellt und im Detail diskutiert. 

Jetzt startet die Umsetzung: ab dem 11. und 12. Mai werden die sogenannten Fahrradschutzstreifen aufgebracht und kleineren Arbeiten an bestehenden Wegen umgesetzt. Die Radwege auf dem Knieperwall sowie in der Karl-Marx-Straße und Feldstraße werden deutlich verbessert. 

Knieperwall
Bisher gab es im Knieperwall keine eindeutig ausgewiesenen Wege für Fahrradfahrer, lediglich vereinzelte Markierungen mit einem Fahrrad und Richtungspfeil ermöglichten eine grobe Orientierung. Der neue Schutzstreifen für Fahrräder in nördlicher Fahrtrichtung und ein direkter Anschluss an die weiterführenden Straßen über den Kreisverkehr geben ein deutliches Signal der Fahrbahnnutzung durch Radfahrer an alle Autofahrer. Künftig bleibt der Gehweg entlang der Stadtmauer daher den Fußgängern vorbehalten. In südlicher Richtung bleibt dabei alles beim Alten: Der Gehweg auf der Teichseite darf nach wie vor sowohl von Fußgängern als auch von Radfahrern gemeinsam genutzt werden und auch die Straße kann ohne Schutzstreifen befahren werden. Diese Aufteilung der unterschiedlichen Fahrbahnnutzung ergibt sich aus den Vorgaben der Fahrbahnbreite und des Denkmalschutzes. "Mit der Wegführung wird im Verkehrsfluss eine größtmögliche Sicherheit für alle Teilnehmer geschaffen", ist sich Stephan Bogusch, Leiter der Abteilung Straßen und Stadtgrün sicher. 

Karl-Marx-Straße
Auch in der Karl-Marx-Straße wird eine Verbesserung vorerst ohne Straßenausbau verwirklicht. Der Gehweg, der gleichermaßen von Radfahrern genutzt werden darf, birgt viele Hindernisse für eine flüssige und zügige Fahrt mit dem Rad. Zur Überbrückung bis zum längerfristig geplanten Ausbau der Straße mit eigenen Radverkehrsanlagen werden auch hier Fahrradschutzstreifen angelegt. Es bleibt jedoch nach wie vor jedem Fahrradfahrer selbst überlassen, ob er über die neuen „Weichen“ den Gehweg oder aber die geschützten Bereiche auf der Fahrbahn nutzt. 

Feldstraße
Die Situation für Fahrradfahrer in der Feldstraße soll gleichermaßen kurzfristig ohne Ausbau verbessert werden. Die Schutzstreifen im Carl-Heydemann-Ring zwischen Tribseer Damm und Damaschkeweg werden hierzu bis zur Straßeneinmündung Tribseer Wiesen verlängert. Einzelne Auffahrten für die gewohnte Benutzung der Gehwege und den Wechsel auf die Straße werden zudem neu gebaut. 

Kosten
Die Kosten der Maßnahmen betragen ca. 4.500 Euro für den Knieperwall, ca. 42.000 Euro für die Karl-Marx-Straße und ca. 34.000 Euro für die Feldstraße. Sowohl die Karl-Marx-Straße als auch die Feldstraße sind förderfähige Maßnahmen im Sinne der kommunalen Klimaschutzrichtlinie. Ein finanzieller Zuschuss von ca. 22.000 Euro kommt zudem aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative.