Meldung vom 18.07.2017

100. Unternehmensbesuch des Oberbürgermeisters

SES: Es gibt kein Problem, dem wir uns nicht stellen

Es war kein üblicher Unternehmensbesuch des Oberbürgermeisters, sondern es war der einhundertste. Das war Anlass, einem städtischen Unternehmen einen Besuch abzustatten -  der Stralsunder Stadterneuerungsgesellschaft mbH (kurz: SES). Deshalb, weil sie „stellvertretend steht für alle Menschen und Firmen, die sich um die Stadtentwicklung kümmern, welche die Sanierung der Altstadt voranbringen und die Verbesserung der Wohnqualität in unserer Stadt.“, so Oberbürgermeister Dr.-Ing. Alexander Badrow.  

308 Millionen Euro
Die SES hat ihren Sitz in der Fährstraße in einem sanierten Giebelhaus. Hier sind 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Geschäftsführung damit beschäftigt, „historische Bausubstanz zu erhalten, Lebensräume attraktiver zu machen“, so Carsten Schwarzlose, einer der beiden Geschäftsführer, der seit 1990 bestehenden Gesellschaft. Seit dieser Zeit wurden allein für die Altstadt 308 Millionen Euro eingesetzt. Die Hälfte davon wurde von der Hansestadt Stralsund in Form von Eigenmitteln verschiedenster Art eingebracht.
Als Moderatorin komplexer Prozesse der Stadtsanierung und -entwicklung arbeitet die SES gemeinsam mit der Stadtverwaltung, den Gremien der Bürgerschaft und vielen anderen an der Zukunft der Hansestadt mit einem hohen Anspruch an Architektur, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. 

370 private Modernisierungen
„Es ist für uns eine Riesenverantwortung, öffentliche Fördermittel treuhänderisch einzusetzen“, sagt Schwarzlose und denkt bei den mehr als 1.000 kleinen und großen zu betreuenden Vorhaben an solche Großbaustellen wie die Fußgängerzone, die vor 20 Jahren um- und neugestaltet wurde oder auch an die Herstellung der Baugrube des Quartiers 17. Hierzu zählen auch ca. 370 private Modernisierungsmaßnahmen, bei denen die SES die Eigentümer berät und bis zur Abwicklung der Maßnahmen begleitet.
Ungefähr 80 Prozent der Planungs- und Bauaufträge verbleiben in der Region, wovon insbesondere der Mittelstand profitiert. Die Erfolge der Stadtsanierung geben durch den hohen Anstoß- und Bündelungseffekt der Fördermittel für öffentliche und private Bauinvestitionen einen erheblichen wirtschaftlichen Impuls.

Wohngebiet für 1.500 Menschen
Zum Aufgabengebiet gehören zudem die Verbesserung der Wohnqualität in den Stadtteilen Grünhufe und Knieper West sowie die Erschließung des Wohngebietes Kleiner Wiesenweg für ca. 1.500 Stralsunder. Dazu kommen außerhalb der Altstadt weitere Projekte, die durch die SES betreut werden, wie das neue Depot für die Archivalien der Stadt und die Grundschule „Ferdinand von Schill“, die ab September saniert werden soll. Der Oberbürgermeister ist optimistisch, „dass zwei weitere Schulen noch dazukommen werden“. 

Grundlage für den Erfolg
Die SES arbeitet dabei nicht allein, sondern ganz eng mit den Ämtern der Hansestadt Stralsund, den städtischen Gremien und den unterschiedlichsten Vertretern der Stadtgesellschaft zusammen. Gemeinsam werden Strategien entwickelt und realisiert. „Es gibt noch viele spannende Themen, denen wir uns stellen“, blickt Ronny Planke, ebenfalls Geschäftsführerin der SES, auf zukünftige Vorhaben wie die Umgestaltung des Neuen Markts, weitere Baumaßnahmen auf der Hafeninsel oder die weitere Entwicklung des STRALSUND MUSEUM im Katharinenkloster.
Für Ronny Planke steht fest, dass das bewährte Team aus Verwaltung, Bürgerschaft und Stadtgesellschaft, also Bürger, Vereine, Initiativen, die Grundlage für die Erfolge der Stadtentwicklung bildet. 

Nächste Unternehmensbesuche in Vorbereitung
Nach einer kurzen Sommerpause werden die Unternehmensbesuche fortgesetzt, die Vorbereitungen dafür laufen bereits. „Es ist mir wichtig zu wissen, wie  erfolgreich Unternehmen in unserer Stadt arbeiten, aber auch, mit welchen Schwierigkeiten und Problemen Firmen, egal ob groß oder klein, sie zu tun haben. Die wollen wir gemeinsam mit unserer Wirtschaftsförderung aus dem Weg räumen. Denn oberstes Ziel ist es, unsere Stadt voranzubringen.“ sagt Obebrürgermeister Dr.-Ing. Alexander Badrow.