Meldung vom 21.10.2017

Auf dem Weg zum Weltdokumentenerbe

In zwei Anträgen hatte sich die Bürgerschaft in den zurückliegenden Jahren dafür ausgesprochen, die Bestände des Stadtarchivs, darunter die Urkunden des Stralsunder Friedens von 1370, mit den Dokumenten anderer Hansestädte in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufnehmen zu lassen.

Diesem Anliegen ist die Verwaltung gefolgt und hat die beiden Urkunden des Stralsunder Friedens in einen Gemeinschaftsantrag unter Federführung Lübecks eingebracht.
Dabei ist es gelungen, neben deutschen Archiven auch Institutionen aus Dänemark, Belgien, Polen, Estland und Lettland für dieses Thema zu gewinnen.

Der Oberbürgermeister informierte jetzt darüber, dass das Nominierungskomitee den Antrag am 26. September bei der Deutschen UNESCO-Kommission beraten und die Entscheidung getroffen hat, den Gemeinschaftsantrag zu den Dokumenten der Hansegeschichte bei der UNESCO in Paris einzureichen. Die Einreichung wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 über das Auswärtige Amt erfolgen. Mit einem endgültigen Beschluss durch die UNESCO ist voraussichtlich Anfang 2019 zu rechnen.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat Stralsunds Engagement in diesem länderübergreifenden Antrag unterstützt und ein wissenschaftliches Gutachten zu den beiden Urkunden auch finanziell gefördert.
"Nun bleibt die UNESCO-Entscheidung abzuwarten. Ein erstes Etappenziel bis zur möglichen Anerkennung als Weltdokumentenerbe ist jedoch erreicht", so der Oberbürgermeister abschließend.