Meldung vom 05.11.2017

"Stadt Stralsund" gerettet

Der Geschäftsbetrieb in der Gewerbeimmobilie in der Maxim-Gorki-Straße, bekannt als "Stadt Stralsund" kann auch nach 2017 aufrechterhalten werden.

Nachdem die Hansestadt Stralsund den Mietern zunächst aufgrund bautechnischer Mängel kündigen musste, ist Oberbürgermeister Alexander Badrow nun froh, dass das aus DDR-Zeiten stammende Gebäude soweit modernisiert werden kann, dass es den heutigen Anforderungen an Statik und Brandschutz genügt:
"Zusammen mit fachkundigen Ingenieuren und unserer Bauaufsicht sind wir zu einer Lösung gekommen, die sowohl sicherheitstechnisch als auch finanziell vertretbar ist. Die Gespräche vor Ort haben  einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig die Geschäfte nicht nur für ihre Betreiber, sondern für den gesamten Stadtteil sind."
Andre Kobsch, Abteilungsleiter Liegenschaften im Amt für Planung und Bau hat am 3. November alle Mieter persönlich aufgesucht, um sie entsprechend zu informieren.

Das an verschiedene Gewerbetreibende und Vereine vermietete Gebäude machte bereits im Mai dieses Jahres von sich reden, als in einem Fachgeschäft die Anfang der 1990er Jahre eingebaute Zwischendecke herunterkam. Eine Untersuchung ergab, dass der Absturz auf das Versagen der Aufhängung dieser Zwischendecke zurückzuführen war. Da dieselbe Unterkonstruktion auch in den anderen Gebäudeteilen benutzt wurde, galt die Standfestigkeit insgesamt als gefährdet. Darüber hinaus wurden mehrere Brandschutzmängel am Gebäude festgestellt.

Als kurzfristige Maßnahme zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes und gefahrlosen Nutzung des Gebäudes erfolgten eine provisorische Abstützung der Decken und die Schaffung eines weiteren Rettungsweges.
Für eine dauerhafte Lösung brauchte es zunächst ein Gesamtkonzept samt Kostenschätzung, bevor die Mietverträge nun erneuert werden konnten.

Die Instandsetzungsarbeiten werden nach entsprechender Ausschreibung in den nächsten Monaten bei laufendem Geschäftsbetrieb durchgeführt.
Die Hansestadt Stralsund rechnet dafür mit Kosten von ca. 150.000 Euro.