Meldung vom 12.03.2018

Vorlesewettbewerb: Tolle Vorleseprofis und die Qual der Wahl

„In diesem Wettbewerb gibt es nur erste und zweite Plätze“, verkündete Antje Stadler, Kinderbibliothekarin der Stadtbibliothek Stralsund und federführend im Organisationsteam des Kreisentscheids des bundesweiten Vorlesewettbewerbs.

Nach der Verteilung der Urkunden und eines Buchgeschenks an alle Vorleser herrschte Spannung im Veranstaltungskeller der Stadtbibliothek. Die Teilnehmer des Kreisentscheids warteten ungeduldig auf das noch ausstehende Ergebnis, rieben sich die Hände oder schauten sich ihre Urkunden an. Gemeinsam mit ihnen fieberten ihre Unterstützer der Entscheidung entgegen: Eltern, Geschwister und Freunde waren zum Daumendrücken mitgekommen und nur schwer war auszumachen, wer von ihnen aufgeregter gewesen ist.
Fest steht: Gewinner sind sie alle, denn den Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs konnten sie schon für sich ausmachen.

Beim Kreisentscheid am vergangenen Mittwoch ging es um das Ticket nach Schwerin, wo am 8. Mai die besten Vorleser Mecklenburg-Vorpommerns ihr Können präsentieren werden. Die Herausforderung war, einen selbst gewählten und einen gänzlich unbekannten Buchtext mit Bravour vorzulesen und die Jury zu überzeugen.

Knapp anderthalb aufregende Stunden später fiel dann die Entscheidung: Der Stralsunder Richard Löser vom Schulzentrum am Sund wurde zum besten Vorleser dieser Runde gekürt. Mit kraftvoller Stimme, viel Betonung und Ausdruck konnte er als nachgerückter Kandidat wirklich alle Anwesenden mit seinem trockenen Humor zum Lachen bringen.
Die Jury, bestehend aus der Landtagsabgeordneten Ann Christin von Allwörden, der Schriftstellerin Katrin Hoffmann und dem Vorjahressieger Simon Wohlgemuth, ließ es sich abschließend jedoch nicht nehmen, jedem Teilnehmer ein persönliches Lob auszusprechen. Unter ihnen weile viel schauspielerisches Talent, das nötige Einfühlungsvermögen und sogar die ein oder andere Hörbuchstimme, so die einhellige Meinung der Jury.
„Wir möchte endlich mal einen unserer Kreissieger nach Berlin schicken“, so Antje Stadlers abschließende Worte. Sie ist wie alle anderen gespannt, ob es in diesem Jahr endlich klappen wird.