Meldung vom 20.06.2018

Arbeiten Erich Klieferts bald in Sonderschau zu sehen

Heute jährt sich der Geburtstag des bekannten Stralsunder Malers Erich Kliefert zum 125. Mal. Er ist in seiner Wahlheimat mit Sicherheit noch lange in guter Erinnerung, denn mit der Ausmalung der Bahnhofshalle 1935, mit Rügener und Stralsunder Ansichten, setzt er sich bereits zu Lebzeiten ein Denkmal.

Seit 1924 hatte der Maler und Grafiker seinen Lebensmittelpunkt in der alten Hansestadt. Hier schuf er sich zusammen mit seiner Frau Mathilde Kliefert-Gießen ein Heim und zog zwei Kinder groß. Zuvor absolvierte der gelernte Glasmaler bereits ein Studium am Königlichen Kunstgewerbemuseum Berlin. Als Soldat aus dem Ersten Weltkrieg unversehrt zurückgekehrt, setzte er seine Studien fort. Von Stralsund aus unternahm Kliefert später Studienreisen bis nach Italien.
Mit 52 Jahren erneut zum Kriegsdienst eingezogen, überlebte er auch diese letzten Monate des Zweiten Weltkrieges und kam nach kurzer sowjetischer Kriegsgefangenschaft in die Stadt am Strelasund heim. Hier wirkte Erich Kliefert bis ins hohe Alter - leitete mehrere Kunstzirkel, arbeitete als Maler, Grafiker und Restaurator, war Abteilungsleiter an der Volkshochschule und wurde mit Beginn seines Rentenalters noch als freischaffender Künstler tätig.
1993 ernannte ihn die Stadt zum Stralsunder Ehrenbürger.

Sein Geburtstagsjubiläum ist für das STRALSUND MUSEUM ein willkommener Anlass, um mit einer umfangreichen Sonderausstellung an das Schaffen Erich Klieferts zu erinnern. Vom 27. Oktober an werden seine Arbeiten in der Großen Galerie im Katharinenkloster zu sehen sein.