Meldung vom 10.11.2018

"80 Jahre Reichspogromnacht": BLENDWERK zeigt Film

„Hannas schlafende Hunde“

St. Jakobi

Am 15. November um 20:00 Uhr zeigt der Filmclub BLENDWERK e.V. Stralsund in Kooperation mit dem Förderverein Historische Warenhäuser Wertheim und Tietz in Stralsund e.V. den Film "Hannas schlafende Hunde".
Der Film läuft in der Kulturkirche St. Jakobi im Gustav-Adolf-Saal.
Der Eintritt beträgt 5,00 Euro, für Mitglieder Blendwerk 2,50 Euro.

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Österreich, Deutschland 2016, 120 min., FSK: 12
R: Andreas Gruber D: Nike Seitz, Franziska Weisz, Johannes Silberschneider, Hannelore Elsner u.a.

Worum geht's?
Wels, Oberösterreich, 1967: Nur nicht auffallen ist das oberste Gebot in Hannas Familie, weder bei den Nachbarn noch in der Schule. Das ist ihrer Mutter Katharina ebenso wichtig wie die regelmäßigen Besuche in der katholischen Messe von Pfarrer Angerer. Das kluge Mädchen spürt instinktiv, dass an der Lebensweise der Familie etwas nicht stimmt, und entdeckt, unterstützt von ihrer resoluten Großmutter Ruth, das Geheimnis ihrer jüdischen Identität. Hanna beginnt die Angst ihrer Mutter zu verstehen, will sich aber nicht weiter verstecken. Die schlafenden Hunde der Vergangenheit in dem noch immer naziverseuchten Dorf sind ohnehin bereits geweckt… Wir können unsere Geschichte gedanklich verdrängen, doch früher oder später werden die "schlafenden Hunde" wach und drängen sich unwillkürlich in unser Leben. Die Angst vor antisemitisch begründeten Repressionen bestimmt noch in den 1960er Jahren das Leben von Frauen aus drei Generationen – Großmutter, Mutter und Tochter – die sich darum bemühen, ihr Dasein in einer Welser Wohnsiedlung recht unauffällig zu meistern. Das bedeutet etwa, die Lebensfreude und Neugierde der neunjährigen Hanna möglichst zu unterbinden, um keine unnötige Aufmerksamkeit zu erregen. Im Gegensatz zu ihrer Umgebung weiß sie nichts von ihrer jüdischen Herkunft und erfährt erst durch diverse Andeutungen ihres Bekanntenkreises davon. Nur ihre Großmutter bestärkt sie darin, ihre jüdische Identität nicht zu verleugnen.