Meldung vom 21.11.2018

Löwin im Stralsunder Zoo musste eingeschläfert werden

Der Schreck im Zoo Stralsund war groß, als eine Löwin aus dem Stralsunder Löwenquartett vor einigen Wochen plötzlich auffällig ruhig war und die Nahrungsaufnahme verweigerthatte. 

Eine in Vollnarkose durchgeführte tierärztliche Untersuchung erbrachte eine großflächige Verletzung an der Unterseite der Zunge. Nach entsprechender Behandlung besserte sich der Zustand kurzzeitig, und das Tier nahm geringe Futtermengen zu sich.

Dann jedoch setzten eine Verschlechterung und ein zunehmender körperlicher Verfall des Tieres ein, so dass die Löwin schließlich eingeschläfert werden musste. Die eingeleitete pathologische Untersuchung ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen, hat aber bereits jetzt gezeigt, dass an der Zunge des Tieres tumoröse Veränderungen vorlagen, wobei der Tumor Metastasen in die Lunge gestreut hatte.

Die Haltung von Löwen hat im Stralsunder Zoo eine lange Tradition. Derzeit werden in einer großzügigen Freianlage ein männliches und zwei weibliche Tiere gehalten. Alle drei Tiere und auch das verendete Tier sind 2008 in Stralsund geboren worden.