Meldung vom 22.11.2018

Wasserwanderrastplatz an der Ostmole: Fertigstellung zum Saisonstart 2019

Die Kampfmittelräumfirma hat die Räum- und Bergungsarbeiten rund um den zukünftigen Wasserwanderrastplatz auf der Insel Dänholm abgeschlossen.

Notwendig war die Kampfmitteluntersuchung, weil auch die Ostmole im 2. Weltkrieg bombardiert worden war.
Bei den Sondierungsarbeiten sind insgesamt 33 sogenannte Kampfmittelverdachtsfälle festgestellt worden, die einzeln durch speziell geschulte Taucher näher zu untersuchen waren. Jede einzelne Untersuchung hatte zu einer Verlängerung der Bauzeit und deutlichen Erhöhung der Baukosten geführt. Kampfmittel wurden dabei nicht gefunden. Insgesamt betrugen die Kosten für die Kampfmittelsondierung zum Schluss rund 2,5 Mio. Euro.

Auch die Gegebenheiten vor Ort haben immer wieder zu Bauverzögerungen und Kostensteigerungen geführt. So erwiesen sich die erforderlichen Wrackbergungsarbeiten deutlich komplizierter als geplant, so mussten Unmengen von belastetem Schlick auf einer Deponie entsorgt werden.
Nach Abbruch der Ostmole zeigte sich zudem, dass der angrenzende Landzugang so baufällig war, dass seine Erneuerung einschließlich Kampfmittelsondierung in das Projekt mit aufgenommen werden musste, um die zukünftige Nutzung der Ostmole zu ermöglichen.

Insgesamt haben sich die Gesamtinvestitionskosten für die Ostmole damit auf rund 10 Mio. Euro erhöht. Gegenwärtig laufen noch Abstimmungen der Stadt mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit hinsichtlich der Förderung der entstandenen Mehrkosten. Zur Sicherstellung der Gesamtfinanzierung ist es erforderlich, die Haushaltsansätze für die Sanierung der Ostmole im städtischen Haushalt anzupassen. Das heißt, eine entsprechende Vorlage wird gegenwärtig in den Ausschüssen vorgestellt und soll im Dezember in die Sitzung der Bürgerschaft eingebracht werden.

Nach Abschluss der Abbrucharbeiten, der Kampfmitteluntersuchungen und der Aufnahme der zusätzlich erforderlichen Leistungen in den Bauablauf ergibt sich aktuell ein Fertigstellungstermin im April 2019.
Weitere Baubehinderungen können jetzt nur noch witterungsbedingt bei einem strengen Eiswinter entstehen. Falls erforderlich können die abschließenden Arbeiten, wie erforderliche Elektroarbeiten, auch bei laufendem Betrieb durchgeführt werden, so dass der Wasserwanderrastplatz an der Ostmole in der nächsten Saison insbesondere den Seglern uneingeschränkt zur Verfügung stehen wird.