Grabenpflege im Stadtwald am Moorteich startet heute
Wer in den vergangenen Tagen durch den Stadtwald spaziert ist, hat sie vielleicht schon gesehen: Entlang von Fahrtrassen und Gräben liefen erste Freischneidearbeiten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sachgebietes Forsten bereiteten damit die umfangreichen Grabenpflege- und Räumungsarbeiten im Stadtwald am Moorteich vor.
Die sind heute (26. Januar) gestartet .
Auf einer Strecke von rund 1,5 Kilometern werden zahlreiche Gräben instandgehalten. Die Arbeiten sind auf mindestens drei Wochen angesetzt.
Die aktuellen Witterungsbedingungen spielen dabei in die Karten. Die derzeitigen Frostphasen auf den weichen und nassen Böden helfen, die unvermeidbaren Schäden durch das Befahren des Geländes auf ein notwendiges Minimum zu begrenzen.
"Auch wenn zwischen den einzelnen Maßnahmen oft mehrere Jahre liegen und sich die Natur in dieser Zeit weitgehend ungestört entwickeln kann, ist eine regelmäßige Unterhaltung der Gräben unerlässlich", erläutert Thomas Struwe, Leiter der Abteilung Forsten, den jetzigen Zeitpunkt.
Zwei von ihnen – der Kronenhalsgraben aus Richtung Schwarzer Weg sowie der Mühlgraben aus dem Zoobereich – entwässern Flächen weit über das Stadtgebiet hinaus bis in das Einzugsgebiet des Borgwallsees. Ein gesicherter Abfluss in den Moorteich ist hier zwingend notwendig.
Weitere Gräben übernehmen die lokale Entwässerung der Stadtkoppel, Grünhufe und des Stadtwaldes selbst. Gerade diese Gräben spielen eine wichtige Rolle: Sie halten Wege begehbar und schützen Waldbestände, die nur knapp über dem Wasserspiegel des Moorteiches liegen. Ohne funktionierende Entwässerung würden diese Flächen dauerhaft vernässen – mit der Folge, dass Waldbestände absterben oder bei Sturm umgeworfen werden könnten. Nicht zuletzt liegt der Stadtwald zu großen Teilen in einem ehemaligen Sumpfgebiet, das zudem zu DDR-Zeiten als Spülfeld genutzt wurde.
Besonders im nördlichen Teil des Stadtwaldes, entlang des Mühlgrabens sowie im Bereich des Rohrplans zwischen Mühlgraben und Ehm-Welk-Weg, ist daher bis Mitte Februar mit Einschränkungen zu rechnen. Da das ausgehobene Baggergut teilweise auf die Wege abgelegt werden muss, können einzelne Abschnitte auch darüber hinaus – bis in die Vegetationsperiode hinein – vorübergehend nicht begehbar sein. Erst nach dem Abtrocknen des Materials und der Wiederherstellung der Wege stehen diese wieder vollständig zur Verfügung.
Waldbesucher werden gebeten, während der Arbeiten auf alternative Wege auszuweichen.
Die Grabenräumung übernimmt der Wasser- und Bodenverband Barthe/Küste, der dafür einen Kettenbagger einsetzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forsten der Hansestadt Stralsund begleitet die Maßnahme mit zusätzlichen Freischneidearbeiten.