Bestände

Rund 9.000 Urkunden, Stadtbücher ab 1270, Bürgerbücher ab 1319, Aktenmaterial von ca. 3.000 laufenden Metern und etwa 3.000 Handschriften spiegeln die wechselvolle Geschichte der Hansestadt Stralsund und der Region eindrucksvoll wider. Als wichtiges Beispiel sei das so genannte Theaterarchiv zu nennen. Es führt bis in das 18. Jahrhundert und damit zu den Anfängen der Stralsunder Theatergeschichte zurück.

Darüber hinaus verwahrt die Einrichtung umfangreiche Sammlungen. Dazu gehören tausende Bildwerke von der handgezeichneten Landkarte bis zur kolorierten Stadtansicht, Kupferstiche, Lithografien, Risse, Plakate und Aufrufe, Fotos sowie eine umfangreiche Postkartensammlung. 

Die Bibliothek des Hauses beherbergt einen sehr umfangreichen Bestand mit über 120.000 Bänden. Sie erwuchs aus der ehemaligen Ratsbibliothek und konnte aufgrund beachtlicher Schenkungen stetig vergrößert und durch moderne wissenschaftliche Literatur zur Stadt- und Regionalgeschichte ergänzt werden. Als wichtige Bestandteile gelten die Bibliothek des ehem. Generalgoverneurs von Schwedisch-Pommern Axel Graf Löwen, die er der Stadt mit seinem Testament von 1761 vermachte, sowie die Bibliothek des Stralsunder Gymnasiums, deren Geschichte bis in das Jahr 1560 zurückgeht. Mit frühen liturgischen Handschriften wie der Legenda der Hl. Birgitta, Missalen, Antiphonaren oder Stundenbüchern, werden auch kostbare Frühdrucke und Postinkunabeln verwahrt. Als wertvollste Exemplare gelten eine 1498 in Basel gedruckte Bibel oder die Werke Aristoteles’, die 1495-98 in Venedig gedruckt wurde.

Der Bestand deutschsprachiger Zeitungen des 17. Jahrhunderts, Stralsunder Wochenschriften seit 1689 und Tageszeitungen ab 1762 bis zur Gegenwart eignet sich für Recherchen zu lokalen und auch überregionalen historischen Ereignissen.

Das Archiv bewahrt zudem neben Abschriften aus Kirchenbüchern der Stralsunder Kirchen vom 17.  bis 19. Jahrhundert auch Geburts-, Ehe- und Sterbeurkunden des Stralsunder Standesamtes ab dem Jahr seiner Gründung 1874, Abgangszeugnisse verschiedener Stralsunder Schulen, sowie Facharbeiterbriefe der Jahre 1946 bis 1990.

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