Meldung vom 03.05.2019

Einweihung Wasserwanderrastplatz an der Ostmole am 3. Mai

Vier Jahre nach Ankündigung der Fördermittel, nach etlichen Meldungen zum Baufortschritt, zur Kampfmittelerkundung und Kostenentwicklung ist es nunsoweit: 

Pünktlich zum Saisonstart - am 3. Mai - werden der Wasserwanderrastplatz und die frisch sanierte Ostmole an der Insel Dänholm ihrer Bestimmung übergeben.
Gegen 10 Uhr weihen Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow mit einem ersten Anlegemanöver den neuen Liegeplatz für Großboote und Flusskreuzfahrtschiffe gemeinsam ein.
Gäste sind herzlich willkommen!

Die 1935 gebaute und 240 Meter lange Ostmole musste dringend erneuert werden. Zudem ist hier ein 90 Meter langer und vier Meter breiter Schwimmsteg entstanden, der nun als Wasserwanderrastplatz mit Liegeplätzen für 25 größere Boote und Schiffe uneingeschränkt zur Verfügung steht, insbesondere den Seglern.

HINTERGRUND
Weil auch die Ostmole im 2. Weltkrieg bombardiert worden war, musste zwingend eine Kampfmitteluntersuchung vorgenommen werden. Bei den Sondierungsarbeiten stellten speziell geschulte Taucher insgesamt 33 sogenannte Kampfmittelverdachtsfälle fest, die näher zu untersuchen waren. Jede einzelne Untersuchung hatte zu einer Verlängerung der Bauzeit und deutlichen Erhöhung der Baukosten geführt. Insgesamt betrugen die Kosten für die Kampfmittelsondierung zum Schluss rund 2,5 Mio. Euro. Auch die unerwartet komplizierten Wrackbergungsarbeiten und die Unmengen von belastetem Schlick, der auf einer Deponie entsorgt werden musste, ließen die Kosten steigen.
Hinzu kam nach Abbruch der Ostmole der so baufällige Landzugang, dass auch seine Erneuerung einschließlich Kampfmittelsondierung in das Projekt mit aufgenommen werden musste. Somit ergaben sich am Ende Gesamtinvestitionskosten für die Ostmole in Höhe von fast 10 Mio. Euro.
Nach Abschluss der Abbrucharbeiten, der Kampfmitteluntersuchungen und der Aufnahme der zusätzlich erforderlichen Leistungen in den Bauablauf ergab sich ein Fertigstellungstermin im April 2019. Am Karfreitag wurden bereits die ersten Boote des Wassersportzentrums gekrant und sind nun an ihren neuen Liegeplätzen vertäut.